Einstürzende Weltbilder im Zeitraffer

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse einst und jetzt

Eine Fundamentalkritik der Epidemiologie, Teil 2

Der menschliche Geist ist kein reines Licht, sondern erleidet einen Einfluss von dem Willen und den Gefühlen. Dies erzeugt jene »Wissenschaften für Alles, was man will«; denn was man am liebsten als das Wahre haben mag, das glaubt man am leichtesten. Der Geist verwirft deshalb das Schwere, weil ihm die Geduld zur Untersuchung fehlt; desgleichen das Maasshaltende, weil es die Hoffnungen beschränkt; das Höhere in der Natur aus Aberglauben; das Licht der Erfahrung aus Hochmuth und Anmaassung, damit es nicht scheine, als beschäftige sich der Geist mit Niedrigem und Vergänglichem; endlich das sonderbar Klingende wegen der Meinungen der Menge. Auf unzählige und oft unbemerkbare Weise drängt sich das Gefühl in das Denken und steckt es an. (Francis Bacon, Neues Organon)

Wissenschaftliche Weltbilder, das können wir der Wissenschaftsgeschichte entnehmen, ändern sich. Aber sie ändern sich immer nur langsam. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass die etablierten Wissenschaftler jeder Zeit ihr Ansehen über das jeweils „alte“ und durch neue Thesen angegriffene Weltbild gewonnen hatten. Es gefällt ihnen dann begreiflicherweise gar nicht, wenn das Fundament ihrer Erfolge in Frage gestellt wird, und manche Fälle, in denen sie es vehement bekämpft haben, sind geradezu legendär. Rudolf Virchow etwa sah die Mikrobiologie als Gegner seiner Zelltheorie und bekämpfte sie mit einer Vehemenz, die so weit ging, dass er sich rundheraus weigerte, bei Robert Koch durchs Mikroskop zu schauen und die von jenem entdeckten Tuberkelbakterien mit eigenen Augen zu sehen. Auch Ignaz Semmelweis, der die mikrobiologische Ursache des Kindbettfiebers entdeckte und heute als „Retter der Mütter“ geehrt wird, wurde von Virchow bekämpft. Die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“ wird nach ihm als „Semmelweis-Reflex“ bezeichnet. ((Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Semmelweis-Reflex))

Semmelweis und Koch waren keine Ausnahmefälle: Von Demokrit mit seinem Atommodell bis Niels Bohr, Albert Einstein, Max Planck und Werner Heisenberg hatten alle wichtigen wissenschaftlichen Entdeckungen die Gegenwehr der bis dahin gültigen Lehrmeinung zu überwinden oder scheiterten zu ihren Lebzeiten an jener und wurden erst nachträglich als richtig erkannt. Wer glaubt, der Stand der Wissenschaft von heute hätte sich in der Regel nicht gegen heftige Widerstände durch die Vertreter der zuvor für richtig gehaltenen Regelung durchsetzen müssen, sitzt dem Irrtum auf, eine Wahrheit sei daran als solche erkennbar, dass sie sich aufgrund ihrer Richtigkeit spontan durchsetze.

Diese wissenschaftsgeschichtliche Binsenweisheit – es ist sonderbar, dass von manchen geglaubt wird, sie existiere gar nicht – ist aber nur die halbe Geschichte. Kommt ein politisches Interesse an bestimmten „Wahrheiten“ zu den persönlichen Motiven hinzu, werden die Widerstände, die gegen sie zu überwinden sind, noch weitaus größer. Galileo Galilei ist das prominenteste Opfer eines solchen politischen Interesses, das in seinem Fall die katholische Kirche daran hatte, das Bild von der Stellung der Erde als Zentrum des Universums zu erhalten. Auf Dauer gelang es ihr nicht, aber sie verzögerte den Erkenntnisprozess doch beträchtlich. Der politische Gegner zeigte sich dabei äußerst hartnäckig, auch nachdem er keine Stellung mehr innehatte, in der er Druck auf die Wissenschaft ausüben konnte: Erst vor wenigen Jahren wurde Galilei vom Vatikan rehabilitiert. Was für wissenschaftliche Weltbilder gälten wohl heute als Stand der Forschung, wäre dessen politische Rolle immer noch dieselbe wie zu Galileis Zeiten?

Das Zentrum des heutigen politischen Interesses an der Gefährlichkeit des Passivrauchens lässt sich leicht lokalisieren: die Weltgesundheitsorganisation. Sie hat das (aktive) Rauchen schon in den siebziger Jahren zum Feindbild und jenem vor gut anderthalb Jahrzehnten in aller Form mit der Gründung der Tobacco Free Initiative den Krieg erklärt. In jüngster Zeit spricht man, anders als in der Zeit davor – bis vor ca. drei bis vier Jahren –, auch erstmals offen aus, was für ein Ziel dabei verfolgt wird (und von Anfang an unausgesprochen verfolgt wurde). Dieses Ziel ist eine Welt ohne Raucher. Aktuelles Beispiel:

This conference is being held at a time when we are at a crossroads in our efforts to rid the world of a killing addiction 

Margaret Chan, Generaldirektorin der WHO, in ihrer Ansprache bei der World Conference on Tobacco or Health 2012.

Passivrauchen spielt eine Schlüsselrolle im Kampf der WHO gegen das Rauchen. Den Willen des Rauchers, weiterzurauchen, auch wenn er sich selbst dabei schädigt, kann der Staat kaum überwinden; jedenfalls dann nicht, wenn er dabei rechtsstaatliche Grundsätze einhalten will. Eine Schädigung Unbeteiligter durch das Rauchen des Rauchers ist dagegen ein sehr plausibler Grund für staatliche Eingriffe, die mit Zwang verbunden sind. Deshalb braucht die WHO die Gefährlichkeit des Passivrauchens unbedingt: Ohne sie wäre ihr Einfluss auf ihre Mitgliedsstaaten bezüglich gesetzlicher Maßnahmen gegen das Rauchen gering bis nicht vorhanden. Sie braucht diese Gefährlichkeit dringend genug, dass es keine allzu weit hergeholte Annahme ist, sie würde Ergebnisse epidemiologischer Forschung mit ihrer deterministischen Logik (wie erwähnt: auf Ursache x folgt Wirkung y) auch dann als Grundlage ihrer Forderungen nutzen wollen, wenn jene nicht über Zweifel erhaben sein sollten. 

Ich habe dies mit aller Vorsicht formuliert. Spätestens an dieser Stelle pflegt sich aber immer jemand zu finden, der „Verschwörungstheorie!“ schreit. Drücken wir die Sache also einmal umgekehrt aus: Angenommen, die WHO müsste eine nach genau derselben Logik wissenschaftlich „nachgewiesene“ Ungefährlichkeit des Passivrauchens eingestehen – können Sie sich vorstellen, dass sie das täte? Ja, dass sie sogar darüber erfreut wäre, den Nichtrauchern der Welt eine solche frohe Botschaft zu verkünden: „Es war falscher Alarm, ihr braucht euch keine Sorgen mehr zu machen!“? Was würde dann eigentlich aus dem WHO-Rahmenübereinkommen FCTC, in dem sie fast die ganze Welt dazu verpflichtet hat, die Gefährlichkeit des Passivrauchens als Quasi-Glaubensbekenntnis anzuerkennen? Welche Rechtsgrundlage gäbe es dann außerdem in einem Rechtsstaat, „to rid the world of a killing addiction“, also die Welt vom Rauchen zu befreien, was gegen den Willen von weltweit über einer Milliarde erwachsener Raucher geschehen müsste?

Es ist hoffentlich auch jenen klar, die felsenfest überzeugt davon sind, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse zum Passivrauchen über jeden Verdacht erhaben seien: Die WHO würde ihr erklärtes Ziel, die Welt vom Rauchen zu befreien, ohne die Notwendigkeit eines Schutzes der Nichtraucher niemals erreichen können. Dem stünden schwerwiegende grundrechtliche Probleme gegenüber, an denen die meisten Zwangsmaßnahmen genauso scheitern müssten wie am finanziellen Interesse der WHO-Mitgliedsstaaten an den Tabaksteuereinnahmen. Die häufig gestellte Frage, wer eigentlich einen Nutzen davon hätte, wenn wissentlich falsche wissenschaftliche Ergebnisse zum Passivrauchen publiziert werden, ist also leicht zu beantworten. 

Kaum verwunderlich ist es damit auch, dass von der WHO (mit-)gesteuerte Fördergelder für Forschung über die Wirkung des Tabakrauchs von vornherein nur noch „wissenschaftlich begründete“ Ergebnisse zulassen, die die FCTC-Vorgaben mit der Verpflichtung anerkennen, dass Passivrauchen Tod und Krankheit bringt. Wo Ergebnisse zu erwarten sind, die das nicht belegen oder mit denen auch nur andere Lösungswege für den Nichtraucherschutz als die „Eindämmung des Tabakgebrauchs“ ins Spiel gebracht werden, gelten Forschungen als

a)    nicht förderwürdig,

b)    gegen die völkerrechtlich verbindlichen Übereinkommen gerichtet oder werden

c)    dem UNO-Bann (wissenschaftliche Ächtung) unterzogen.

Wo dennoch irgendein Versuch gemacht wird, solche Forschungsergebnisse an die Öffentlichkeit zu bringen, wird zunächst hinter den Kulissen Druck ausgeübt, um dies zu verhindern (so erlebt vom DGUV mit seinen Forschungen zum technischen Nichtraucherschutz) und werden im Misserfolgsfall Diffamierungskampagnen losgetreten. So habe das nicht nur ich bei der BGN erlebt und erlebe es ganz aktuell in noch stärkerem Maße, denn auf die Universität Jena wird meinetwegen gerade massiv Druck ausgeübt. Auch Wissenschaftler wie James Enstrom und Geoffrey Kabat haben das erlebt, als sie ihre Forschungsergebnisse der Fachwelt und der Öffentlichkeit präsentierten, aber auch Angehörige der US-Anti-Tobacco-Bewegung, die eigentlich die zentralen Thesen der Gefahr durch Passivrauchen nach wie vor unterstützen und nur in Teilbereichen widersprechen, wie Michael Siegel, dem jene Bewegung weltanschauliche Heimat war und der in Acht und Bann geriet, als er die Einhaltung wissenschaftlicher Mindeststandards forderte.

Die Frage, welche Rolle dabei die Pharmaindustrie spielt, insbesondere Konzerne, die Raucherentwöhnungsprodukte anbieten, mag ich nicht entscheiden. Dass die Pharmaindustrie sich in diesem Bereich auffallend engagiert und auch die WHO Tobacco Free Initiative unterstützt, ist allerdings problemlos nachweisbar. Ein Beispiel aus dem Bericht eines Teilnehmers an der 14. „Weltkonferenz Tabak oder Gesundheit“ der WHO in Mumbai:

Natürlich gab es ein volles Programm über Tabakentwöhnung und Aufklärung. Das passte zu den beiden überall sichtbaren Sponsoren Pfizer und GlaxoSmithKline. Selbst das tägliche Mittagessen stammte von Pfizer.

(Quelle: Nichtraucher-Info Nr. 74 – II/09, S. 20, Link http://www.nichtraucherschutz.de/images/stories/Nichtraucher-Infos/InfoPDF/info-74-092.pdf)).

Aber auch scheinbar neutrale, steuerfinanzierte Institutionen können es unter dem misstrauischen Blick der WHO doch längst nicht mehr riskieren, unpassende Ergebnisse zu publizieren, wollen sie die Finanzierung ihrer Forschung nicht gefährden. Auf der sicheren Seite ist man beim Thema Passivrauchen immer dann, wenn man fest auf dem Boden des deterministischen Wissenschaftsweltbilds bleibt, weil es die passenden Ergebnisse zu liefern imstande ist. 

Vor allem der verwendete Risikobegriff ist eher geeignet, die Wirklichkeit zu verdecken, als ein realistisches Bild zu vermitteln. Das sogenannte „relative Risiko“ (RR) entspricht keineswegs dem „attributablen Risiko“, also dem Risiko, das direkt einer bestimmten Ursache zugeordnet werden kann. Wenn also in einer Studie über Lungencarcinome bei Passivrauchern ein RR von 1,16 postuliert wird, dann bedeutet das: „Wir haben die Krankheitsfälle verglichen, und bei Passivrauchern traten 16 % mehr Krankheiten auf als bei Nicht-Passivrauchern.“ Aber nicht: „Wir konnten nachweisen, dass diese 16 % vom Passivrauchen verursacht wurden.“

Im Verlauf meiner Ausführungen werden Sie erkennen, warum dieser Punkt wichtig ist. Er hat gar nichts mit einem kleinkarierten Herumreiten auf nur marginal unterschiedlichen Begrifflichkeiten zu tun, denn der Unterschied ist gewaltig. Und genauso wenig geht es darum, „Zweifel säen zu wollen“. Im Gegenteil geht es darum, eine Methode, bei der wichtige Fragen offen bleiben, weshalb Zweifel an der Kausalität bei ihren Ergebnissen durchaus zulässig sind, durch eine andere zu ersetzen, bei der das nicht der Fall ist. 

Werden neuen Studien einfach die Ergebnisse alter Studien zugrunde gelegt – wie zum Beispiel im jüngst veröffentlichten Weltgesundheitsbericht, bei dem relative Risiken aus früheren Studien entnommen und mit einigen Werten kombiniert wurden, die auf Schätzungen beruhen, liegen die Ergebnisse wahrscheinlich weiter entfernt von der Realität als jede einzelne der verwendeten Variablen. Auf genau dieselbe Weise – und unter anderem mit der besonders wenig vertrauenswürdigen Variable relativer Risiken für bestimmte Erkrankungen durch Passivrauch – wurden durch die WHO vor einigen Jahren auch schon angebliche 600.000 Passivrauchtote auf der Welt herbeigerechnet, eine Zahl, die seitdem in den Medien gerne als vermeintliche Tatsache wiedergegeben wird. 

Aus umgekehrter Richtung betrachtet, war allerdings bislang in keinem der betrachteten großen Kollektive in Deutschland mit hoher beruflicher Passivrauchexposition – Gastronomie, Flugbegleitpersonal, Verwaltung und Büro – die behauptete Dramatik bei tabakrauchassoziierten Erkrankungen erkennbar, die den Rückschluss zuließe, dass Passivrauchen bei den Ursachen für jene Krankheiten eine nennenswerte Rolle spielen könnte. Die wirklichen Erkrankungszahlen lassen im Gegenteil darauf schließen, dass sich jene exponierten Gruppen bei der Erkrankungswahrscheinlichkeit nicht von der übrigen Bevölkerung unterscheiden. 

Allerdings wird über diese Zahlen nicht gesprochen. Stattdessen wird auf Ergebnisse aus anderen Ländern verwiesen, z. B. auf die skandinavische NOCCA-Studie (ich komme auf sie später noch zurück). Ergebnisse aus anderen Ländern, insbesondere fernen Kulturkreisen, taugen für einen Vergleich aber nur wenig. Schon in Skandinavien sind zahlreiche Einwirkungsfaktoren ganz anders, ebenso die Geschlechterzusammensetzung, und in Asien unterscheiden sich Umwelt- wie auch die genetischen Bedingungen ganz erheblich von denen bei uns. Bei Asiatinnen wird ein ca. 40 Prozent höheres Spontanrisiko als bei uns geschätzt, an Lungencarcinom zu erkranken. 

Ergebnisse für Deutschland liegen aber tatsächlich vor und lassen sich eigentlich auch nicht ohne weiteres wegdiskutieren. Also wird dafür Sorge getragen, dass diese Diskussionen möglichst gar nicht erst stattfinden. Damit politisch-ideologisch erwünschte Ergebnisse als vermeintliche Tatsachen anerkannt werden und nach den Wünschen der WHO als Grundlage von Gesetzgebung und Rechtsprechung dienen, um die Gesellschaft in der von ihr für richtig gehaltenen Weise zu verändern, wird nebenbei aber auch das deterministische Wissenschaftsbild zementiert, das für solche Fragestellungen eigentlich unbrauchbar ist. 

In was für absurde Sandkastenspiele Wissenschaftler in der Zwischenzeit mit epidemiologischen „Kausalitätsbetrachtungen“ getrieben werden, könnte eigentlich jedem klar sein, wenn es um die von mir bereits in einem dreiteiligen Blogbeitrag betrachteten sogenannten „Herzinfarktwunder“ (Teil 1, Teil 2, Teil 3) geht. Man mag es eigentlich gar nicht glauben, dass gestandene Kardiologen sich dafür hergeben, öffentlich einen solchen Unsinn zu vertreten. Aber sogar in solchen offensichtlichen Fällen wird aus Wissenschaftlerkreisen kaum noch Widerspruch laut; im Gegenteil durchliefen die inzwischen recht zahlreichen Studien zur Entwicklung der Zahl der Herzinfarkte nach Einführung von Rauchverboten sogar zum großen Teil das sogenannte Peer-Review-Verfahren, mit dem die Qualität von Publikationen in Fachzeitschriften gesichert werden soll, und wurden nicht beanstandet. Das gilt auch nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Wie kommt das eigentlich? 

Ich nenne das System, das falsche Forschungsergebnisse zum Passivrauchen seit Jahren fast immer zuverlässig vor jeder Kritik bewahrt hat, die „Silberzwiebel der Wissenschaft vom Passivrauchen“. Der gefährdete Kern, die wissenschaftliche Aussage, wird dabei durch ein mehrschichtiges Abschirmungssystem davor bewahrt, angegriffen zu werden. Ich zähle dabei sieben Ebenen. 

Die Silberzwiebel der Wissenschaft vom Passivrauchen

Silberzwiebel

 KERN:

Für die Antwort auf Fragestellungen aus komplexen Systemen ungeeignete deterministisch-mechanische epidemiologische Wissenschaftsmodelle bewirken fehlerhafte, aber erwünschte Ergebnisse.

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Schicht 1:

Die fehlerhaften Ergebnisse werden auf Basis derselben wissenschaftstheoretisch ungeeigneten epidemiologischen Methoden beurteilt und für richtig erklärt.

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Schicht 2:

Ständige Wiederholung der falschen Aussagen, bis sie als Wahrheiten empfunden werden

_________________________________________________________________

Schicht 3:

Bindung der Medien an diese Falschaussagen und deren Verbreitung

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Schicht 4:

In der Bevölkerung Urängste wecken, Hysterie erzeugen und die typische aggressive Reaktion insbesondere von sogenannten „autoritären Charakteren“, die weltweit einen Teil der Bevölkerung repräsentieren, unterstützend nutzen

_________________________________________________________________

Schicht 5:

Auf Basis der erzeugten Ängste und Aggressionen sowie der vermeintlich wahren fehlerhaften wissenschaftlichen Ergebnisse Lobbyarbeit für die gewünschten politischen Maßnahmen betreiben und jene Maßnahmen sukzessive durchsetzen

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Schicht 6:

Alle Wissenschaftler, die nicht Vertreter dieses Weltbildes sind und öffentlich wahrgenommen werden, persönlich diskriminieren, als Denialisten denunzieren und verfolgen, gleichsetzen mit Holocaust-LeugnernMördern etc.

_________________________________________________________________

Schicht 7:

Völliges Ausschalten von wissenschaftlichem Widerspruch und damit Erzeugen einer Wissenschaftsblockade durch Steuerung der Forschungsförderung, Gesetze und völkerrechtlich verbindliche Hemmung der Wissenschaftsfreiheit

Vergessen Sie also den sprichwörtlichen Elfenbeinturm, in dem Wissenschaftler nach landläufiger Meinung ihre Forschung betreiben, im Falle des Passivrauchs. In diesem Fall ist es eher ein Zwiebelturm. Die meisten Zwiebeln sind laut Wikipedia für den Menschen übrigens giftig oder zumindest sehr unbekömmlich. 

 

Die Wissenschaft auf dem Weg …                                                     

Elfenbeinturmvom Elfenbeinturm …   Zwiebelturm   … zum Zwiebelturm

Ein Durchdringen zum Kern des Problems wird nach dem Silberzwiebel-Prinzip leicht verhindert. Debatten finden meist gar nicht erst statt, denn die Mehrheit der Wissenschaftler scheitert schon an der äußersten siebten Schicht, dem Unmöglichmachen von Forschung, die unerwünschte Ergebnisse erbrächte. Ansonsten beschränkt man sich für gewöhnlich auf die persönliche Diffamierung aus Schicht 6. 

Dringen wir im nächsten Beitrag aber endlich zum Kern des Problems vor. 

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4 Antworten zu Einstürzende Weltbilder im Zeitraffer

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