Warum die neue EU-Tabakproduktrichtlinie grundfalsch ist

Urlaubsbedingt hätte ich beinahe die Abstimmung im Europaparlament zur neuen EU-Tabakproduktrichtlinie (worum es dabei geht, siehe hier, Volltext der Gesetzesvorlage hier) verpasst. Erfreulicherweise wurde die Abstimmung aber auf den 8. Oktober verschoben. Diese Gelegenheit habe ich genutzt, um in einem offenen Brief an die deutschen Abgeordneten des Europaparlaments (mit Ausnahme der Abgeordneten der Grünen) zu appellieren, dieser Vorlage nicht zuzustimmen:

Sehr geehrter Herr/Frau …,

die Abstimmung über die Tabakproduktrichtlinie, ursprünglich geplant für Anfang September, wurde in den Oktober verschoben, und prompt wird das in allen Medien als ein „Sieg der Tabaklobby“ verkauft. Ein bloßer Aufschub um einen Monat löst eine solche aufgeregte Reaktion aus! Man könnte darüber lachen, wenn nicht gleichzeitig dieselben Lobbygruppen – die sich dem Kampf gegen den Tabak verschrieben haben und deren Interessenvertretungen weder an Geldmangel leiden noch weniger engagierten Einsatz als die Tabakindustrie zeigen – die Mär von der dringenden gesundheitspolitischen Notwendigkeit jener Richtlinie auf allen Kanälen verbreiten würden.

Als Humanmediziner und Präventionsfachmann (und lebenslanger Nichtraucher), der bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand ein Berufsleben lang intensiv die tabakassoziierten Erkrankungen im Rahmen berufsgenossenschaftlicher Forschung wissenschaftlich untersucht hat, drängt es mich, dieser behaupteten Notwendigkeit mit Nachdruck zu widersprechen und im Gegenteil vor den gesundheitspolitischen Folgen dieser Richtlinie zu warnen, die absehbar nicht positiv, sondern negativ ausfallen werden.

Der Rechtsausschuss des Europaparlaments hat verfassungsrechtliche Bedenken an einer Reihe von Punkten geäußert, so etwa zu den sogenannten „Ekelbildern“, Darstellungen von angeblich durch das Rauchen verursachten Krankheiten von geradezu pornographischer Widerlichkeit, die nach diesem Entwurf verbindlich eingeführt werden sollen. Der Einwand aus juristischer Sicht bezieht sich u. a. auf die Markenrechte und weitere Rechte der Hersteller, und in der Tat scheint es mir ein bedenklicher Präzedenzfall, dass die Tabakindustrie für so böse gehalten wird, dass rechtsstaatliche Prinzipien ihr gegenüber nach Meinung der EU-Gesundheitskommission anscheinend nicht mehr gelten müssen. Mein Einwand bezieht sich aber nicht darauf, sondern auf die Konsumenten von Zigaretten, also die Raucher.

Es wurden ja in den letzten Jahren reihenweise Weichenstellungen vorgenommen, die dazu gedacht waren bzw. jedenfalls die praktische Wirkung hatten, Raucher Schritt für Schritt immer stärker gesellschaftlich verächtlich zu machen und ihnen ihre Verächtlichkeit auch deutlich zu vermitteln. Das beginnt bei der schulischen Erziehung (wo Kindern beigebracht wird, dass sie nicht nur selbst nicht rauchen, sondern dass sie rauchende Erwachsene verabscheuen sollen – was selbstverständlich dazu führt, dass sie auf Raucher entsprechend reagieren) und hört bis zum Altersheim nicht auf, wo das Recht, noch rauchen zu dürfen, in vielen Heimen mit der eigenen Fähigkeit, noch bis vor die Tür zu humpeln, steht und fällt. Solche Maßnahmen können Sie mit noch so unschuldig klingenden Bezeichnungen versehen, diejenigen, die davon betroffen sind, verstehen trotzdem ganz richtig, als was es eigentlich gemeint ist, nämlich als – unverdiente – Bestrafung.

Als Präventionsfachmann muss ich Ihnen sagen, dass das ehrenwerte Ziel, mit solchen Mitteln aus möglichst vielen Rauchern glückliche und gesunde Nichtraucher zu machen, auf diese Weise gar nicht erreicht werden kann. Stress erhöht bei Rauchern das Bedürfnis zu rauchen, und sie hohem Stress auszusetzen verringert die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Rauchstopps. Gleichzeitig werden ihnen dazu noch potentiell krankmachende Botschaften vermittelt, denn dass Angst vor Krankheit selbst ein Krankheitsauslöser sein kann (sogenannter „Nocebo-Effekt“) und dass dasselbe auch für die soziale Isolation gilt, in die Raucher wissentlich getrieben werden sollen, um sie damit unter Druck zu setzen, Nichtraucher zu werden, ist ebenfalls längst nachgewiesen. Lassen Sie sich nämlich nicht weismachen, dass die fünf Prozent Raucher, die als Folge des zunehmenden Drucks dann vielleicht wirklich zu Nichtrauchern werden, die negativen gesundheitlichen Folgen von stark stresserzeugenden Kampagnen für die verbleibenden 95 Prozent Raucher aufwiegen können. Fünf Prozent weniger Raucher als Folge von Ekelbildern, vom Verbot bestimmter Arten von Zigaretten und der anderen Maßnahmen wären aber schon mehr, als ich erwarte, wenn ich die Erfahrungen in „antitabakpolitisch fortgeschrittenen“ Ländern so betrachte. Da irrwitzigerweise mit der Tabakproduktrichtlinie auch die in den letzten zwei, drei Jahren von vielen Ex-Rauchern erfolgreich als Ausstiegshilfe genutzte E-Zigarette de facto verboten wird, ist im Gegenteil sogar eher mit einer Zunahme des Raucheranteils in der Bevölkerung zu rechnen.

Die EU befindet sich aber nicht nur im konkreten Beispielfall der Ekelbilder sowie der Tabakproduktrichtlinie insgesamt auf einem Irrweg. Die gesamte Herangehensweise einer „Eindämmung des Tabakgebrauchs“ auf EU-Ebene, die letztlich auf WHO-Konzepten basiert, die der FCTC, dem weltweiten Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs, zugrunde liegen, ist zum Scheitern verurteilt, weil in ihr Mittel und Ziel verwechselt werden. Das Ziel besteht in besserer Gesundheit. Die von der WHO angestrebte Eindämmung des Rauchens ist lediglich ein Mittel, mit dem jenes Ziel angestrebt wird. Das ist dort aber längst in Vergessenheit geraten. Die Eindämmung des Rauchens gilt als eine Art Wert an sich, und Abwägungen von Nutzen und Schaden einer Maßnahme wagt kaum noch jemand vorzunehmen, denn dies wird unweigerlich als ethisch verwerflich gebrandmarkt. Wenn Sie aber ein Volksvertreter im eigentlichen Wortsinn sein wollen, sollten Sie den Mut aufbringen, sie dennoch vorzunehmen.

Eine Eindämmung des Rauchens durch Beschämung, Beschimpfung, Bedrohung und Bestrafung von Rauchern wird sich meiner Überzeugung nach mit absoluter Sicherheit als gesellschaftlich wie gesundheitspolitisch kontraproduktiv erweisen:

  • Erstens, weil es in der praktischen Umsetzung eine Spaltung der Gesellschaft mit den Rauchern in der Rolle der Sündenböcke anstrebt. Das ist gefährliche Zündelei mit unvorhersehbaren möglichen Folgen. Als aktuelles Beispiel für die Art von Folgen, die ich meine, sei der Düsseldorfer Rentner genannt, dessen Vermieterin ihn wegen Rauchens aus der Wohnung geklagt hat. Auch wenn das Urteil die nächste Instanz nicht überdauern sollte – was dem Mann sehr zu wünschen ist –, hat es doch alleine durch seine Existenz bereits eine Flut weiterer Klagen von Vermietern und Nachbarn gegen Raucher ausgelöst, die nichts Schlimmeres getan haben, als in ihren eigenen vier Wänden oder im Freien auf dem Balkon zu rauchen. Mit beidem ist aber keinesfalls eine gesundheitliche Gefahr für Außenstehende verbunden. Raucher auf dem in vielen Städten sehr angespannten Wohnungsmarkt zu Freiwild zu machen, birgt hingegen erhebliche soziale und damit verbunden leider auch gesundheitliche Risiken.
  • Zweitens, weil die Pädagogik, was solche Mittel betrifft, bereits alle nötigen Lernerfahrungen gemacht hat, die der Public-Health-Branche, die beim Thema Tabak ja den Ton angibt, leider offenbar bis heute unbekannt sind: Die Mittel der sogenannten schwarzen Pädagogik haben noch nie die Wirkung gehabt, die ihnen nun im Fall der Raucher ein weiteres Mal zugeschrieben wird. Jeder Lehrer oder Erzieher, der im Umgang mit Kindern solche Mittel heute noch anwendet, würde rasch aus dem Dienst entfernt werden. Nicht nur, weil solche Mittel als entwürdigend empfunden werden, sondern auch deshalb, weil sie nachweislich ungeeignet sind, um erzieherische Ziele zu erreichen. Aber im Umgang mit erwachsenen Rauchern sollen sie auf einmal bestens funktionieren! Es sollte auch Ihnen einleuchten, dass an diesem Gedankengang etwas nicht stimmen kann.

Dass Horrorbilder der „Verbraucherinformation“ dienen oder auch nur dazu gedacht sein könnten, Informationen zu transportieren, ist eine absurde Vorstellung. Diese Bilder transportieren keine Informationen, sondern Emotionen, und diese Emotionen lauten: Angst, Ekel, Wut. Die EU wurde gegründet, um solche Emotionen gegenüber einstigen Kriegsgegnern abzubauen, die ebenfalls einmal mutwillig erzeugt und immer wieder neu angefacht worden waren. Wer glaubt, es sei gesund für ein Gemeinwesen, solche Emotionen nun in Bezug auf eine andere Gruppe zu erzeugen, handelt leichtfertig, und ihm droht früher oder später ein unsanftes Erwachen.

Eine EU, die in so vielen lebenswichtigen Fragen immer eingeschränktere Handlungsmöglichkeiten hat, sollte der Versuchung außerdem unbedingt widerstehen, auf symbolpolitischen Feldern Stärke zu suggerieren, Gebieten, auf denen man scheinbar nicht vieles falsch machen kann. Im Fall der Bekämpfung des Rauchens scheint es mir ein Schlüsselproblem zu sein, dass quer durch alle Parteien der Eindruck besteht, wenigstens in diesem Bereich sei Richtig und Falsch ganz deutlich zu unterscheiden. Auch das edle Ziel Gesundheitsschutz heiligt aber nicht jedes Mittel. Die Leitgedanken, die der Tabakproduktrichtlinie der EU zugrunde liegen, stehen im Widerspruch zu allem, was eine freie Gesellschaft in ihrem Wesen ausmacht. Spätestens aber dann, wenn ein Mittel das Ziel von vornherein ad absurdum führen würde, muss es unbedingt verworfen werden.

Wenn sogar ein ausgewiesener Europa-Freund wie Helmut Schmidt stangenweise Mentholzigaretten bunkert, um sich vor dem bevorstehenden Verbot zu schützen, anstatt sich in sein Schicksal zu fügen, braucht man nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, was Mentholzigaretten-Raucher, die diese Möglichkeit nicht haben, künftig tun werden: Sie werden ihre Zigaretten dann eben beim freundlichen Schmuggler an der Straßenecke kaufen – und glauben Sie wirklich, dass der das Jugendschutzgesetz einhalten wird, wie es die meisten Einzelhändler tun? Nicht, dass ich das Jugendschutzargument im Fall von Mentholzigaretten für irgendwie stichhaltig halten würde. Jugendliche rauchen doch keine „Hustenbonbons“. Aber die Gesetze von Angebot und Nachfrage werden es dann schon regeln. Der Schmuggler an der Straßenecke, nicht in allen Regionen gleich stark verbreitet, wird künftig überall zu finden sein, wo es Nachfrage nach seinen im Handel nicht mehr erhältlichen Produkten gibt, und er wird all das im Repertoire haben, wofür er Abnehmer findet. Jugendliche werden besonders dankbare Abnehmer sein.

Die Tabakproduktrichtlinie treibt ohne jede sachliche Notwendigkeit bislang unbescholtene Bürger in die Hände von Kriminellen, und Sie dürfen darauf wetten, dass es bei einigen von ihnen nicht bei dieser „Einstiegsdroge“ in die Kriminalität bleiben wird. Die US-Alkoholprohibition lässt grüßen! Bekanntermaßen musste diese ja wieder aufgegeben werden, nachdem kein einziges der damit verfolgten gesundheitspolitischen Ziele erreicht, sondern im Gegenteil nichts als Schaden damit angerichtet worden war und die organisierte Kriminalität unerhörte Ausmaße angenommen hatte, mit Folgen, an denen die USA noch bis heute herumlaborieren.

Wird in Brüssel eigentlich wahrgenommen, dass die EU-Skepsis europaweit zunimmt? Die Tabakproduktrichtlinie und ihre möglichen Folgen nehmen sich harmlos aus im Vergleich zu den möglichen Folgen der Schuldenkrise und deren Auswirkungen auf die Einstellung der Bürger zur Europäischen Union. Dennoch kann sie am Ende der Strohhalm sein, der dem Esel das Kreuz bricht, und sei es nur deshalb, weil die von einer wachsenden Zahl von Bürgern empfundene Bevormundung durch die EU in ihren Augen immer unerträglicher wird, sodass auf jede neue als Schikane empfundene Vorschrift die Reaktionen heftiger ausfallen. Man ist ja angesichts der Ausmaße der Schuldenkrise versucht, sich zu fragen, ob es auf einen solchen Strohhalm hin oder her überhaupt noch ankommt. Aber dieses Gebiet ist nun einmal mein Fachgebiet, und es liegt mir am Herzen. Deshalb lege ich auch Ihnen ans Herz, das Zustandekommen der neuen Tabakproduktrichtlinie zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen

R. Grieshaber
Professor für Prävention und Gesundheitsförderung
an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

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20 Antworten zu Warum die neue EU-Tabakproduktrichtlinie grundfalsch ist

  1. Renate schreibt:

    Eine allumfassende, geniale Analyse. Herzlichen Dank für diesen offenen Brief!

  2. Bernd Palmer schreibt:

    Eine begrüssenswerte und notwendige Initiative, die ich jederzeit mit unterschreiben würde.
    Zum Thema Ekelbilder:
    Meine beiden Enkelkinder, 4 und 6 Jahre, gehen bei mir fast täglich ein und aus. Bei mir liegt immer irgendwo eine Zigarettenpackung in Sichtweite der Kinder, auf dem Schreibtisch, in der Küche, im Wohnzimmer. Ich kann es also nicht verhindern, dass den Kindern die Horrorbilder unter die Augen kommen, es sei denn ich würde die Packungen in meiner eigenen Wohnung verstecken. Verstecken, in meiner eigenen Wohnung?
    Wenn ich in Gegenwart von Freunden eine Zigarette rauchen will, besteht das Risiko, dass ihr Blick auf das Ekelbild auf der Packung fällt, es sei denn ich würde mich absondern und die Packung heimlich öffnen und dann wieder in der Tasche verstecken. Ich muss notgedrungen meinen „Ausweis“ zeigen, auf dem ich signalisiere: „Ich bin ein Idiot, ich rauche“.
    Diese Ekelbilder dienen offensichtlich dazu, zu assoziieren und zu diskriminieren im zweiten Sinn*. Damit werden unweigerlich Erinnerungen an die systematische Auszeichnung mit Zugehörigkeitssymbolen an Kragenaufschlägen geweckt.

    Zur „abschreckenden“ Wirkung: Inzwischen haben sich meine Enkelkinder an die Ekelbilder gewöhnt, sie stellen keine Fragen mehr, sie beachten sie nicht einmal. Wird die Erinnerung an diese Bilder sie einmal davon abhalten, zu rauchen? Wohl kaum. Es gibt in unserer Welt Millionen von Kindern, die Verstümmlungen und Massaker aus nächster Nähe mit erleben müssen und sich, kaum können sie eine Waffe stemmen, mit Fanatismus selbst daran beteiligen. Unsere politische Elite hat von Psychologie keine Ahnung.

    *) Diskriminieren (Wikipedia)
    1) „Unterscheidung, unterschiedliche Behandlung bzw. trennende Klassifizierung“
    aber auch:
    2) „gruppenspezifische Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen“

  3. der Red. schreibt:

    Dem Kommentar von Herrn Freise wurde bis auf weiteres die Freischaltung wieder entzogen. Herr Freise ist dafür bekannt, in nahezu jeder Online-Publikation, die Kommentierungsmöglichkeiten bietet, in agitatorischer Weise als Befürworter von Rauchverboten aufzutreten. Der Kommentar wurde aber nicht gelöscht, um dessen Inhalte, bestehend aus zahlreichen Fragen, die suggestiv die vermeintlich „einzig richtigen“ Antworten bereits vorwegnehmen, eventuell in einem gesonderten Blogartikel aufgreifen zu können, um auf die Rhetorik von Suggestivfragen allgemein sowie das dabei verwendete Schema einzugehen, es zu analysieren und dabei die Fragen zu beantworten. – Ob dies geschieht, ist allerdings auch eine Zeitfrage.

    Bis auf weiteres kann Herr Freise hier ohne Freischaltung nicht mehr posten, um dieses Blog vor Kommentaren in Spam-Qualität zu schützen. – Wer sich für die Inhalte interessiert, die sich hinter diesem Namen verbergen, sei auf diese Quelle hier verwiesen: http://www.lokalkompass.de/wesel/profile/eberhard-freise-21117.html

    Der Red.

  4. Bernd Palmer schreibt:

    Ich kann den Kommentar von E. Freise z. Zt. nicht mehr sehen. Ich hatte vor einigen Minuten einen Entwurf einer Replik angefangen, den aber leider inzwischen aus Versehen verloren. Mir scheint, dass Herr Freise sehr viel zu erzählen hat, aber nicht viel weiss. Er hat offenbar eine Menge Konserven mit vorbereiteten Argumenten, die er in Form von Fragen formuliert in der Hoffnung, dass die Antworten notgedrungen in seinem Sinne ausfallen müssen. Sie irren sich, Herr Freise, Ideologie und Militantismus halten einer realistischen, aufgeklärten Betrachtungsweise nicht stand.

    • der Red. schreibt:

      Herr Palmer,
      siehe den Hinweis weiter oben. Tut mir leid, dass ich Ihnen die Grundlage für Ihre Replik entzogen habe. Aber letztlich ist genau dies auch der Grund, warum sein Kommentar derzeit nicht sichtbar ist – dieser Blog soll nicht zur Plattform für Diskussionen über Herrn Freises Thesen werden, die ja leider vorhersehbar und ohne allzuviele Variationen überall, wo er sich an Diskussionen beteiligt, immer dieselben sind. Dafür gibt es schon genug andere Plattformen, und die dortigen Diskussionverläufe zeigen, dass sich meistens rasch alles nur noch um Herrn Freise dreht. Das muss hier nicht auch noch sein.

      Es ist aber möglich, dass der Kommentar noch Gegenstand eines eigenen Blogartikels wird, dann können Sie noch einmal loslegen mit Ihrer Antwort. 😉

      Viele Grüße
      Der Red.

      • beobrigitte schreibt:

        dieser Blog soll nicht zur Plattform für Diskussionen über Herrn Freises Thesen werden, die ja leider vorhersehbar und ohne allzuviele Variationen überall, wo er sich an Diskussionen beteiligt, immer dieselben sind.

        In der Tat: „Wenn man eine Luege staendig wiederholt wird daraus irgendwann die Wahrheit“ ist wohl die Grunlage fuer Herrn Freise.

        Fuehlen sich in Deutschland eigentlich die Nichtraucher durch die Bezeichnung „Nichtraucherschutzgesetz“ nicht entmuendigt? I habe noch nirgendwo „non-smoker-protection-law“ gelesen oder gehoert. Es heisst ueberall SMOKING BAN.

  5. Bernd Palmer schreibt:

    Ich habe kein Problem mit der Löschung, ich habe auch erst auf Grund Ihres Hinweises gesehen, mit welchem „Wissen“ E. Freise andernorts argumentiert. Soll er dort bleiben …

  6. beobrigitte schreibt:

    Vielen Dank fuer diesen umfassenden Brief!

    In der Tat, Europa wird zunehmend EU skeptisch. Sogenannte Randparteien, wie UKIP in England, koennen massenhaft Zulauf verbuchen. Nach 6 Jahren Rauchverbot (und damit dem daraffolgenden Ruin des traditionellen Pubs) waehlen nun auch sehr viele, bislang eher EU neutrale, Raucher UKIP, die, als einzige Partei, das Rauchverbot abaendern will.

  7. Anneli schreibt:

    Ein Bravo für Ihre Zeilen!
    Beim Lesen derselben und des Kommentars meines Vorposters ist mir tatsächlich noch eine Trendgefahr bewusst geworden, wobei ich leider mangels Einsicht in die Hintergründe nicht einschätzen kann, ob es sich um eine von langer Hand geplante Absicht (Verschwörungstherie?) oder um einen unwillkürlich verursachten Trend handelt:
    Wenn die Volkstemperatur ob der unerträglichen Regulierungswut einen bestimmten Siedepegel erreicht hat (und in Großbritannien scheint es bald soweit zu sein), könnten europafeindliche, also nationalistische Parteien einen ungeahnten Zulauf verzeichnen.

    Sogar ich habe überlegt, die AfD zu wählen, nur aus dezentralistischen Bedürfnissen.
    Aber die sonstigen Parteiinhalte möchte ich dann doch nicht unterstützen.

    Ich hoffe von Herzen, dass Ihr offener Brief von den Empfängern gelesen, verstanden und umgesetzt wird.

  8. Pingback: Grieshaber on the Tobacco Products Directive | Frank Davis

  9. Tobias Schenk schreibt:

    Ich fasse mich kurz: DANKE!

  10. Alex schreibt:

    Herzlichen Dank für Ihre offenen Worte! .

  11. Marc Brungs schreibt:

    Auch von mir ein großes DANKE! Besser kann man die Situation nicht beschreiben.
    Ich bin ebenfalls Nichtraucher, das nur am Rande. Ich habe auch als Nichtraucher ein großes Problem mit der Dämonisierung der Raucher, denn wen trifft es wohl als nächstes ?
    Die Wein und Bier Genießer, die Holzkohle Grillmeister, oder die ohne Helm Fahrradfahrer ?

    Es muss uns Deutschen gestattet sein auch mal unvernünftig zu sein einfach weil es Spaß macht!
    Denn der Sinn des Lebens liegt in der Freude am Leben. Ohne Freiheit gibt es keine Freude, also ist das total regulierte Leben sehr lang, sehr gesund, aber völlig sinnlos !

  12. Pingback: Lobbyisten und Ideologen | Grieshabers Wissenschaftsdialog

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  14. Stefan Taubert schreibt:

    Ich unterstütze & teile die Ansicht, dass beispielsweise „Ekelbilder“ keineswegs einen langjährig Süchtigen vom Tabak wegbringen werden; wie bei jeder Art von Sucht, kann auch ein Raucher – auch ich habe das 27 Jahre lang geschafft – jegliches Negative, egal in welcher Form es vorliegt – erfolgreich ausblenden. Und ganz ehrlich : Bei Jugendlichen werden die Produkte mit den größten und ekligsten Bildern am besten ankommen – das wird der Hit schlechthin. Da kommt mir gar der Gedanke – ist genau DAS vielleicht vielleicht beabsichtigt unter dem Deckmäntelchen des „Schutzes“ ? Warum mir der Gedanke kommt ? -> Die Tabakindustrie „wettert“ viel zu wenig bis gar nicht gegen diese Vorhaben. Auch das ist für mich logisch : Wenn Jemand etwas vorhat, von dem ich im Vornherein weiss, dass es misslingt, dann brauch ich keine Kraft aufwenden, ihn von seinem Vorhaben abzubringen. In diesem Sinne : „Spieler auf Feld wie Flasche leer…“

    • Franzi schreibt:

      Der statistische Erfolg von solchen Bildern ist auch eher fraglich. Das einzige das solche Bilder ankurbeln sind die Verkaufszahlen und Plastik-Hüllen die man über seine Zigarettenpackung stülpt. Die hohen Preise von Zigaretten führen auch dazu, dass viele auf selbstgedrehte umsteigen, da gibts dann auch kein Bild auf der Verpackung.

  15. Pingback: Sackstark! | Plain Packs: Staatliche Enteignung

  16. Pingback: Das Brexit-Menetekel | Grieshabers Wissenschaftsdialog

  17. Marco Z schreibt:

    Wenn es ums Geschäft geht kennt eine EU keinen Spass…. Immer wieder lustig zu lesen wie mit Verbot und Angsmacherei am Ende dem Verbraucher noch mehr Geld aus der Tasche gezogen wird 🙂 Niemand wird wegen Schockbildern weniger rauchen. In der Schweiz gibt es das schon lange, nützen tut es angeblich. Aber eben trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast…

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